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Integrales Sicherheitssystem
Das Hauptziel des Projektes AUTOSAFE von der Anwendungsseite besteht in einem modularen, skalierbaren, integralen Sicherheitssystem, welches dem Fahrer Unterstützung während aller nachfolgend detaillierten Phasen des Fahrens bietet und eine Verknüpfung von aktiven und passiven Sicherheitssystemen bewirkt.

In dem Bild unten sind die unterschiedlichen Phasen des Fahrens und die Schnittstelle zwischen aktiver und passiver Sicherheit zusammenfassend dargestellt:

  • Beim "normalen Fahren" kann der Fahrer durch Assistenzsysteme (ADAS = Advanced Driver Assistance Systems) effektiv unterstützt werden. Der Fahrer kann aufmerksam gemacht werden. Es reichen vergleichsweise leichte Eingriffe, um potentiell kritische Situationen zu entschärfen.

  • Falls nicht reagiert wird, verschärft sich die Situation, ein Crash wird wahrscheinlicher. Mit sinkender Zeit bis zu einem möglichen Unfall (Time-to-Collision) ist der Fahrer deutlicher auf die Situation aufmerksam zu machen. Es werden härtere Reaktionen des Fahrzeugs erforderlich, um die Situation zu bewältigen.

  • Verschärft sich die Situation weiter, kommt man zu einem Punkt, an dem eine Unfallvermeidung kaum mehr möglich ist. Hier müssen Fahrzeug und Insassen auf den nicht mehr zu vermeidenden Crash durch Precrash-Systeme vorbereitet werden. Ferner muss soviel Energie wie möglich aus dem System genommen werden.

  • Etwa 200-250 ms vor dem Crash können reversible Aktoren (z. B. adaptive Crashboxen, Anstellen der Motorhaube im Falle einer evtl. Kollision mit Fußgängern oder auch Gurtstraffer) aktiviert werden.

  • Ab etwa 100 ms vor dem Beginn des Crash müssen auf Basis der über Precrash-Sensorik gewonnenen Parameter über den bevorstehenden Crash passive Sicherheitssysteme an die jeweilige Crashsituation adaptiert werden.

Umfang


Das in diesem Vorhaben zu erforschende integrale Sicherheitssystem umfasst alle genannten Phasen und basiert auf:

  • Einer zuverlässigen, robusten Umgebungssensorik, welche lückenlos Objekte vor dem Fahrzeug von großen Entfernungen (typ. 150m) bis in den unmittelbaren Nahbereich (wenige 10cm) erkennt. Datenfusion und wahrscheinlichkeitsgestützte Algorithmen zur Beurteilung der Detektionsgüte bilden zentrale Punkte im Projekt.

  • Strategien zur Bewertung der jeweiligen Situation sind abhängig von der verfügbaren Information (Umgebungssensierung und Fahrzeugsensorik) unter Einbeziehung der Erkennungsgüte.

  • Einem darauf aufbauenden, mehrstufigen Entscheidungs-, Warn- und Handlungskonzept.

  • Einbindung des Fahrers in das Gesamtgeschehen während aller Phasen des Fahrens.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird das Gesamtsystem definiert, implementiert und erforscht werden. Insbesondere sollen die Grenzen des integralen Sicherheitssystems ausgelotet und praktisch evaluiert werden.
 
© 2018 AUTOSAFE